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Syscon Holz - die Steuerung der Holzbearbeitung


Die Holzbearbeitung in einer Sägerei wird zu einem guten Teil mittels Holzlisten in Auftrag gegeben. Diese werden aufgrund der Abbundplanung des Zimmermanns - dem massgerechten Anreissen, Bearbeiten, Zusammenpassen und Kennzeichnen von Schnittholz für Bauwerke - zusammengestellt.

Mit dem Einsatz von CAD/CAM-Programmen für die Konstruktion werden heute alle benötigten Teile berechnet, gezeichnet und in die Holzliste aufgenommen, auch ganz kurze, welche früher, ohne Hilfe des Computers, bewusst nicht aufgenommen wurden. Daraus resultieren umfangreiche Holzlisten, mit vielen, kurzen Teilen, was eine Sägerei bei der Auftragsausführung vor Probleme stellen kann.

Syscon Holz fasst alle Teile von gleicher Breite und Höhe verschnittoptimiert zusammen. Kürzere werden mit längeren Teilen kombiniert und optimal auf die vorgegebenen Standardstammlängen abgestimmt. Dank dieser Längenoptimierung sind auch sehr detailliert ausgearbeitete Holzlisten bei der Holzbearbeitung problemlos zu bewältigen, denn der effiziente Einsatz der Produktionsanlagen ist selbst bei grosser Teilevielfalt innerhalb eines Auftrags gewährleistet.  

Holzlisten

Holzlisten enthalten die für ein Bauwerk benötigten Hölzer. Diese sind normalerweise nach ihren Massen gruppiert und mit Bezeichnung, Anzahl, Breite, Höhe, Länge und dem daraus resultierenden Volumen in der Holzliste aufgeführt.

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Maske: Erfassung der Positionen einer Holzliste

 

Schnelle Erfassung

Mit den heutigen Planungshilfen sind Holzlisten relativ umfangreich. Die Erfassung der einzelnen Positionen ist darum für eine schnelle und sichere Eingabe ausgelegt. Da sich sehr viele Angaben auf der Holzliste wiederholen, bleiben alle Eingaben der vorherigen Position am Bildschirm stehen, sodass normalerweise nur die Länge neu einzugeben ist.

Sofortige Kontrolle

Das Volumen aus den eingegebenen Massen wird für jede Position unverzüglich am Bildschirm angezeigt, wie auch das Volumen für den gesamten Auftrag. Jede einzelne Position, wie auch die Summe für alle Positionen zusammen, lassen sich also sofort kontrollieren.

Sobald eine Holzliste vollständig und richtig erfasst ist, kann sie als interner Auftrag für die Sägerei gedruckt und in die Auftragsdisposition für die Produktionsanlagen eingefügt werden.

Optimierung

Die Optimierung wird durch die Kriterien Länge und Erlös gesteuert: Zuerst wird die optimale Länge bestimmt und darnach der Erlös optimiert.

Bei der Längenoptimierung kombiniert das Programm die verschiedenen Längen aus der Originalholzliste mit gleicher Höhe und Breite und ermittelt mit welcher Standardstammlänge bei der Bearbeitung am wenigsten Verschnitt anfällt. Die Längen aus der Holzliste, welche die Standardlängen überschreiten, werden unverändert als Schnittlängen übernommen.

Die Originalholzliste ist die Basis für die Optimierung.

 

Die Erlösoptimierung analysiert den möglichen Mehrertrag, der mit den Randbrettern erzielt werden kann. Durch Aufrunden der Schnittlänge auf eine für den Verkauf der Randbretter interessante Länge wird ein Mehrertrag erzielt, der dem Verlust gegenübergestellt wird, welcher wegen der Mehrlänge des Schnittholzes anfällt. Das System übernimmt die bessere Variante als Schnittvorgabe.

Die Schnittvorgabe ist das Resultat der Optimierung.

sps_prhholzliste_klein.gif





Ausdruck: Originalholzliste

 


Ausdruck: Schnittvorgabe

Die Parameter für die Optimierung werden für jede Holzart separat festgelegt. Für ganze Stämme können vier Standardlängen und der Einstandspreis pro m3 vorgegeben werden. Weitere Parameter sind der Prozentanteil der Randbretter gemessen am Stammvolumen sowie drei Standardlängen und Verkaufspreise für Randbretter.

 

Zur Kontrolle, wie sich Änderungen an den Parametern auf die Optimierung auswirken, können abgeschlossene Aufträge mehrmals zur Optimierung abgerufen werden. Die Auswirkungen lassen sich anhand der Schnittvorgaben beurteilen, welche mit jeder Berechnung gedruckt werden.

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Maske: Parameter für die Optimierung

Produktionsabwicklung

Die folgenden Programme aus dem Menü für die Produktionsabwicklung unterstützen die Abwicklung der Produktion:

  • Disposition

  • Export auf Produktionsanlage

  • Holzliste für die Fakturierung

  • Anpassungen

  • Produktionsende

Für die Überwachung der Produktionsabwicklung bestehen verschiedene Übersichten, die nach Stand des Arbeitsfortschritts (bereit für die Produktion, in Produktion, etc.) abgerufen werden können.

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Ausdruck: Terminplan für die Holzbearbeitung

Mit der Eingabe des Datums für den Produktionsbeginn werden bei der Disposition die neuen Aufträge in die Planung der Holzbearbeitung eingefügt. Dieser Arbeitsgang wird mit dem Ausweis der verfügbaren Produktionskapazität unterstützt.

Der Export auf die Produktionsanlage ist die Schnittstelle zur Holzbearbeitung. In diesem Arbeitsgang werden die Schnittlängen optimiert und die Schnittvorgaben gedruckt. Mit jeder Schnittvorgabe werden die angepasste und die ursprüngliche Länge ausgewiesen. Angepasste Längen sind markiert, ursprüngliche Längen mit den Schnittkombinationen aufgeführt.

Der Übertrag auf die Produktionsanlage erfolgt mit Hilfe eines USB-Sticks oder direkt über das Netzwerk. Die Datenstruktur ist auf die Schnittstelle des Programms für die Steuerung der Produktionsanlage abgestimmt. Die weitergeleiteten Daten entsprechen der Rekapitulation der Schnittvorgabe.

 

Unter dem Menüpunkt Holzliste für die Fakturierung wird bestimmt, ob die optimierten oder die ursprünglichen Längen des Auftrags fakturiert werden sollen.

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Ausdruck: Rekapitulation der Schnittvorgabe

Der Menüpunkt Anpassungen ermöglicht es, einen Auftrag an produktionstechnische Voraussetzungen anzupassen und unter Produktionsende wird der Auftrag in der Produktionsabwicklung abgeschlossen, für die Fakturierung freigegeben und ins Auftragsarchiv übertragen.

   
   

Syscon Holz kann als Einzelanwendung oder integriert in Syscon SBS eingesetzt werden

   
 
 
erp/prh